Das Grundgerüst aller Decks – 1

Schon Wochen vor der Veröffentlichung einer neuen Erweiterung gibt es häufig einige Karten zu bestaunen. Man gibt sich bei diesen Previews immer sehr viel Mühe, ganz besondere Karten zu zeigen, die einen nachhaltigen Einfluss auf das Metagame haben. Im Falle der letzten Erweiterung, Krieg der Elemente, wurde beispielsweise die spielstarke Rare Arkanbeschuss gezeigt, die bereits kurz daraufhin beim Dunkelmond-Jahrmarkt in Köln eine Schlüsselrolle in Krzysztof Morzycs Siegerdeck einnahm.

Blickt man so auf die verschiedenen Decks bzw. die vorgestellten Karten, so gewinnt man schnell den Eindruck, dass Rares die wichtigsten Karten im World of Warcraft Trading Card Game sind. Dabei handelt es sich um einen Trugschluss, denn tatsächlich bilden Commons und Uncommons das Grundgerüst jedes Decks! Um euch das wieder ins Gedächtnis zu rufen, veranstalten wir auch beim Triple Play V gleich 2 verschiedene Lazy Peon Formate. Beim Back to the Basics gehen wir sogar einen Schritt weiter, denn hier verbannen wir Extended Arts, Foils und anderen Schnörkel vollständig aus den Decks der Spieler.

Im Folgenden wollen wir einige Karten in den Fokus rücken, die eine Schlüsselrolle in verschiedenen Decks einnehmen. Bei diesen handelt es sich stets um Commons oder Uncommons, so dass auch Spieler mit einem etwas enger geschnürten Geldbeutel mühelos Zugriff auf sie bekommen. Darüber hinaus sind all die vorgestellten Karten Core legal, so dass ihr sie auch bei einem Core Lazy Peon Event verwenden dürft.

Todesritter

Der Todesritter hat mit Strangulieren die bisher spielstärkste aller Bunkern-Karten. Diese nimmt eurem Gegner für den kompletten Spielzug die Möglichkeit, mit Hilfe von Fähigkeiten auf eure Aktionen zu reagieren. Gerade Magier verzweifeln an einem gebunkerten Strangulieren, da ihr anschließend mühelos eine Win Condition, wie den Lichkönig ausspielen könnt, ohne dass euer Gegner reagieren kann.

Eine weitere wichtige Karte für den Todesritter ist Bestatten, bei der es sich um das vielleicht beste Equipment-Removal überhaupt handelt. Gerade Krieger, die sonst mit Hilfe von Rekonstruieren mühelos eine in den Friedhof beförderte Ausrüstung zurück holen können, müssen hilflos zusehen, wie ihre Win Conditions unter ihr Deck wandert.

Druide

Der Druide ist neben Ressourcenbeschleunigung auch für seine vielfältigen und spielstarken Möglichkeiten bekannt, um Ausrüstungen und Fähigkeiten vom Spielfeld zu nehmen. Neben dem Klassiker Die natürliche Ordnung, die für nur 2 Ressourcen entweder eine Fähigkeit oder eine Ausrüstung zerstört, kann er auch auf die nur 1 Ressource teurere Natürliche Wiederverwertung bauen, die sowohl eine Fähigkeit als auch eine Ausrüstung in den Friedhof befördert!

Weitere spielstarke Karten aus dem Arsenal des Druiden sind Winterschlaf und Naturfokus, die mit Verbündeten kurzen Prozess machen. Somit hat der Druide als eine der wenigen Klassen auf nahezu alles eine Antwort – und das bereits im Common- und Uncommon-Slot!

Jäger

Ja, selbst der Jäger hat spielstarke Commons und Uncommons. Die lange Zeit als unspielbar verschriene Klasse kann seit Erscheinen der Worgen ab und an auch wieder an den etwas vorderen Tischreihen angetroffen werden. Mit den generischen Verbündeten werden wir uns hier noch nicht befassen, doch auf jeden Fall erwähnen können wir Tesla. Der angriffslustige Begleiter ist die neue Aggro-Maschine in Jäger-Decks, die ab dem vierten Turn den Druck auf den Gegner schlagartig erhöht.

Mit Aus dem Hinterhalt schießen verfügt der Jäger über eines der flexibelsten Removal, da er sowohl Fähigkeiten, Ausrüstungen als aucn Verbündete zerstören kann. Dafür müsst ihr allerdings immer auf das Spiel eures Gegners reagieren und euch entsprechend Ressourcen offen halten. Eine Herausforderung für die Deckbauer und Strategen nter euch, doch mit Sicherheit keine unlösbare.

Magier

Der Geschmack von Arkanem. An dieser Stelle könnten wir fast schon aufhören und jedem müsste bewusst sein, WIE viel Einfluss eine Uncommon auf das Metagame haben kann. Fizzlefreeze war endlich tot geglaubt, doch das Erscheinen von Taste verschaffte dem verhassten Magier eine zweite Luft, auf die andere Klassen nur neidisch blicken konnten.

Weitere Highlights unter den nicht-Rares umfassen Zauberunterdrückung, Ewige Kälte, Verspröden, Netherspalt und Herbeigezauberte Zimtschnecke. All diese Karten gehören zu den Staples im Arsenal verschiedener Magier-Decks und ohne sie wäre die Klasse längst nicht so dominant.

Paladin

Nachdem wir mit dem Magier eben die Klasse präsentierten, die mit spielstarken Commons und Uncommons geradezu gesegnet ist, folgt auch direkt das Kontrastprogramm: Der Paladin. Die spielstärkste Common ist der glücklicherweise neu aufgelegte Hammer der Gerechtigkeit. Er vertritt perfekt das Motto des Palas, denn er wird selten ein Spiel für euch gewinnen, allerdings kann er dafür sorgen, dass ihr den Kampf überlebt bzw. das Ende lange genug heraus zögert, um euren Gewinnplan in die Tat umzusetzen.
Das war es dann aber auch schon mit den spielbaren Pala-Non-Rares…

Priester

Spätestens seit Erscheinen von Unterdrücken kann der Priester wieder viele Spieler von seinen Qualitäten überzeugen, denn die Common stellt die perfekte Antwort auf den omnipräsenten Tuskarrdrachen dar!

Damit nicht genug, denn auch Verzweifelte Bitte und Nebel der Zersetzung finden immer wieder den Weg in Priester-Decks. Gelingt es euch, eurem Gegner die Hand zu nehmen (dies wird unter anderem durch die Common Vampirische Ranken erleichtert), so fungiert Nebel der Zersetzung als das vielleicht günstigste und gleichzeitig vielseitigste Removal im Spiel.

Schurke

Nachdem der volle Spoiler von Eiskrone bekannt war, wurde Stehlen von vielen Spielern als die beste Common des Sets bezeichnet. Sie konnte den Vorschusslorbeeren gerecht werden, denn sie wird seitdem in ausnahmslos jedem erfolgreichen Schurken-Deck als Playset gespielt.

Eine weitere wichtige Schurkenkarte ist Gemetzel. Diese verschafft dem oft als Stand Alone gespielten Schurken mühelos wieder Oberwasser, wenn der Gegner mit vielen günstigen Verbündeten ankommt. Plunderkisten benötigt ist neben der Magier-Quest Rituale der Macht eine extrem spielstarke Klassen-Quest, die euch gegnerische Schlüsselkarten abwerfen lässt. Dazu gesellen sich noch Kopfnuss, die beispielsweise einen Krieger rundenlang im Alleingang aus dem Spiel nehmen kann sowie Adrenalinstoß, die euch mit neuen Handkarten versorgt.

Schamane

Der Schamane setzt auf seine Totems, von denen der Großteil auf dem Common- und Uncommon-Slot liegt. Mit Hilfe von Totem der Wellenstürme kann ein Zaritha-Deck eine gegnerische Token-Armee vom Feld nehmen oder sich mehr Zeit gegen ein auf Ausrüstungen basierendes Deck kaufen. Neu im Arsenal des Schamanen findet sich Windshear Totem, das nicht nur Schaden aufs Feld schießen kann, sondern auch eine gegnerische Fähigkeit unterbrechen kann.

Die letzte bedeutungsvolle Schamanen-Karte ist Kettenreinigung, die eines der besten Fähigkeiten-Removal überhaupt darstellt. Sie kann bis zu 3 gegnerische Bedrohungen vom Feld nehmen und euch so viel Vorteil erwirtschaften.

Hexenmeister

Ähnlich wie der Magier kann sich auch der Hexenmeister über jede Menge Karten einer geringeren Seltenheitsstufe freuen, die ihm im Kampf beiseite stehen. So kann er gegnerische Hände mit Willen entziehen und Lektion des Nethers angreifen, während Aufgeschobener Fluch Bedrohungen vom Feld nehmen kann.

Mit Sardock und Rhuunom stehen ihm gleich 2 günstige Begleiter zur Verfügung, die abhängig vom gegnerischen Deck als die ideale Antwort fungieren können. Schreckensross von Xoroth bringt diese sogar zurück, nachdem sie sich euer Gegner einmal vom Hals schaffen konnte. Sollten euch eure Verbündeten auf dem Spielfeld mal nicht mehr weiterhelfen können, nutzt ihr einfach Fel Trade, die euch die beste Antworte aus eurem Deck direkt aufs Spielfeld holen kann (kleine Anmerkung an dieser Stelle: Die Karte ist beim Back to the Basics nicht erlaubt, da es sich zwangsweise um eine Foil handelt).

Krieger

Die Karte Heldenhafter Wurf des Kriegers kann eine der grundlegenden Regeln des Spiels aushebeln, denn im Gegensatz zu jeder anderen spielstarken Karte könnt ihr sie auch dann ausspielen, wenn euch keine bereiten Ressourcen mehr bleiben. Zwar kostet euch das eine eurer Waffen, die ihr von eurer Hand zur Aktivierung der Fähigkeit als Kosten abwerfen müsst, doch da ihr diese in Krieger-Decks sowieso aufs Spielfeld zurück bringen könnt, stört euch das mitunter nicht mal.

Wirbelwaffe ist eine weitere Klassen-Quest, die durch ihre Spielbarkeit begeistert. Dann gibt es mittlerweile sogar Krieger-Decks, die auf eine DoT-Strategie setzen, bei denen es sich ausnahmslos um Commons handelt (Tödlicher Schnitt und Provozieren).


Puh, das war ja eine ganz schöne Liste! Damit schließen wir den ersten Teil unseres Specials rund um spielbare Commons und Uncommons ab, doch keine Sorge, wir setzen die Serie in Kürze fort. Dann erfahrt ihr unter anderem, welche neutralen Fähigkeiten in Erwägung gezogen werden sollten, wenn ihr euer Deck baut und welche Verbündeten ihr nicht übersehen dürft!

Haben wir eine Karte vergessen? Lasst es uns in einem Kommentar wissen!

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