German Yo-Yo Masters 2011

Unser Ziel für Sonntag war es, ein paar Fotos und ein bis zwei Videos von den German Yo-Yo Masters zu machen. Wir gingen also an den gut platzierten Stand in der von Licht gefluteteten Glashalle und sahen schon ein paar Kids, die sich scheinbar für die Deutsche Meisterschaft vorbereiteten. Nicht nur, dass der Stand wirklich gut gelegen war; es gab auch noch eine Bühne mit Soundsystem sowie einen Verkaufsstand, an dem Profi-Yo-Yos und Zubehör angeboten wurden. Alles machte einen sehr professionellen Eindruck. Ein paar Eindrücke von dem Stand und der Show bekommt ihr auf unserem YouTube-Channel.

Damit wir nicht völlig unvorbereitet in das Turnier gingen, haben wir gleich mal den Head Judge Jan Marhauser um ein Interview gebeten. Nachdem er uns einen hilfreichen Einblick in die Szene gab, setzten wir uns ins Publikum und warteten darauf, dass die Show beginnt. Hier konnten wir uns mit den Eltern von zwei Teilnehmern unterhalten. Sie erzählten uns, dass dieses Hobby viel Zeit und Geld in Anspruch nehmen kann. Es ist so zwar einfacher für die Kinder, das passende Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk zu finden, dennoch kosten richtige Profisportgeräte schon mal 50,- Euro aufwärts und da sind die Tuningteile noch nicht mal mit inbegriffen. Die Kugellager müssen noch ausgetauscht werden, Schnüre und anderes Zubehör werden auch noch benötigt.

Hier erkenne ich viele Parallelen zu unserem Profisport TCG. Es reicht einfach nicht aus, ein paar Karten zusammen zu werfen und dann auf ein Turnier zu fahren. Nein, man braucht schon mal mehr als nur eine Twilight Citadel, welche mal 25 Euro das Stück kosten kann, und man braucht jedes Turnier neue hochwertige Hüllen. Die Reisen sind auch nicht immer ein Schnäppchen. Ein Hobby kostet halt Geld und das ist auch beim Yo-yo Spielen so.

Weitere Gemeinsamkeiten, die ich erkennen konnte, waren zum Beispiel die Organisation. Die Vorbereitung der German Masters waren sehr zeitintensiv, so dass der Start immer wieder um ein paar Minuten verschoben werden musste. Das haben wir auch schon auf vielen unserer Premier Events erlebt. Doch irgendwann konnte die Show beginnen und sie wurde von Kandidat zu Kandidat immer besser!

Es gab insgesamt 3 Disziplinen, in denen die Teilnehmer antraten: Single A, Double A und 5A. Single A bedeutet, dass der Spieler mit einem Yo-Yo, welches an einer Hand befestigt ist, so viele fehlerfreie Tricks in einer gewissen Zeit durchführt wie möglich. Wie in allen anderen Spielstilen wird auch Single A im Freestyle durchgeführt. Das bedeutet, dass hier auch das Publikum gefragt ist. Je mehr die Menge den Spieler anfeuert oder zujubelt, desto mehr Punkte kommen der Wertung hinzu.

Beim Double A wird an jeder Hand des Spieler jeweils ein Yo-Yo befestigt. Dieser Stil zeichnet sich durch seine Looping-Tricks aus. Da der Spieler die anderen Finger nicht für komplexe Figuren verwenden kann, werden hier die Arme und die Beine zum Performen verwendet. Weiterhin wirkt dieser sehr Stil schnell und wirkt dadurch besonders eindrucksvoll.

Zum Abschluss gibt es noch die 5A Disziplin. Hier hat der Spieler freie Hand, da die Sportgeräte mit einem Gegengewicht versehen sind und man somit das Yo-Yo viel flexibler einsetzen kann. Auch hier können ganz andere Tricks gezeigt werden als bei den anderen Stilen.

Die jeweiligen Stile sind bei den Spielern unterschiedlich beliebt. Das konnte man gut daran erkennen, in welcher Kategorie die meisten Spieler antraten. So war Double A scheinbar bei Weitem nicht so beliebt wie Single A, denn da traten gerade mal 5 Spieler in der Masterclass an. Dafür gab es aber auch Spieler, die in allen beziehungsweise mehreren Stilen antraten. Nach knapp zwei Stunden, in der die Spieler ihr Bestes gaben und dem Publikum eine wirklich tolle Show lieferten, standen die Deutschen Meister der jeweiligen Kategorien fest. Wir gratulieren hiermit dem

  • Deutschen Meister im Single A: Patrick Popp und dem
  • Deutschen Meister im Double A und 5A: Dave Geigle

Herzlichen Glückwunsch!

Bilder:

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