Meine Top 5 der furchtbarsten SolForge Karten

Da spiele ich eben gegen meinen Freund und Teamkameraden Sascha aka Alen einige Runden SolForge und direkt im Anschluss verspüre ich den äußerst starken Drang, einen Rage-Post auf Facebook zu veröffentlichen, in dem ich meine innige Beziehung mit Grimgaunt Predator in ausufernder Weise umschreiben kann. Schnell bemerke ich, dass ich – wo ich gerade schon mal in Rage bin – direkt auch noch mit ein paar anderen Karten abrechnen könnte, also öffne ich meinen persönlichen Blog. Und dann kommt mir der Gedankengang: „Hey, auf der Bootcamp-Seite ist schon lange nichts mehr online gegangen, du musst es dann nicht direkt noch übersetzen und das Camp freut sich über neuen Content“ und so entstand dieser Artikel. Doch genug des Vorgeplänkels; ihr merkt schon, ich bin in Schreiblaune, also anschnallen und festhalten!

Platz 1: Grimgaunt Predator

Grimgaunt Predator ist DIE 0 Skill Karte, die man in JEDEM zweiten Deck antrifft...Ich HASSE Grimgaunt Predator. Nicht, weil die Karte schlecht designt ist, ganz im Gegenteil – das Kartendesign ist meiner Ansicht nach vollkommen in Ordnung. Ich finde es auch gut, dass die Karte nicht Legendary ist, sondern als Heroic noch einigermaßen zugänglich. Die Karte verursacht nur in regelmäßigen Brechreizen bei mir, weil es meiner Ansicht nach praktisch keinen Raum gibt, Fehler beim Einsatz der Karte zu machen. Man kann sie nicht großartig falsch platzieren, weil sie sowieso Mobility hat und die Combos mit der Karte sind auch alle in der TCG-Oscar-Kategorie „most obvious plays“ nominiert. Beispiele gefällig?

  • Grimgaunt Predator vor angeschlagene Kreatur mit nur noch wenig Health platzieren und Epidemic spielen
  • GG Predator vor die beste gegnerische Karte legen und Dreadbolt darauf spielen

Der Frustrationsfaktor lässt sich noch steigern, wenn das gegnerische Deck grün splasht und den Predator beispielsweise mittels Ferocious Roar noch schneller wachsen lässt, so dass er schnell mal 3 zu 1 tauscht und der vermeintliche Kartennachteil durch den Buff auch gar nicht erst entsteht.

Und ach ja, einen großen Anteil meiner Frustration macht auch die Tatsache aus, dass ich diese „Combos der Offensichtlichkeit“ in den meisten Fällen nicht zusammen ziehe. Kein Wunder, bei meinem Glück… da könnte ich erfolgreicher Roulette spielen…

Platz 2: Brightsteel Gargoyle

Brightsteel Gargoyle könnte auch meine Oma richtig spielen...Bei dieser Karte spielt – wie bei so einigen anderen – der Fakt mit rein, dass ich genau 0 Kopien davon besitze. So finde ich mich regelmäßig in Mono Weiß Mirrors wieder, in denen mein Gegner primär deshalb gewinnt, weil er (gleich mehrere Kopien von) Brightsteel Gargoyle im Deck hat und ich nicht.

Ähnlich wie GG Predator hat die Karte den eingebauten Behindertenführerschein, der dafür sorgt, dass selbst der größte Anfänger nicht viel beim Einsatz falsch machen kann. Klar sehe ich trotzdem noch Misplays mit der Karte, beispielsweise indem sie Pre Combat vor ein gegnerisches Monster gemovt wird anstatt das nach dem Kampf zu machen, was wiederum bedeuten würde, dass der Gargoyle im Folgezug kaum Schaden dank Armor nehmen würde. Wenn man gerade mal nicht Mirror spielt ist die Karte genauso frustrierend, weil man weiß kaum noch rushen kann, wenn es mit dem Gargoyle kontert.

Platz 3: Storm Bringer

(Kleiner Zwischenkommentar: Äußerst positiv finde ich es ja, dass die mega-frustrierenden Karten zumindest bis hierhin relativ gleichmäßig auf die Fraktionen verteilt wurden – so hat eben jeder seinen Mini-Edwin.)

Storm Bringer erfordert zumindest 3 Gehirnzellen mehr, um ihn richtig zu spielen...Anders als Brightsteel Gargoyle ist es zumindest halbwegs gut möglich, Storm Bringer abzutauschen – nachdem er im Normalfall schnell mal Kartenvorteil erwirtschaftet hat, indem er „hinten schwache“ Kreaturen, wie Echowisp oder Technosmith „umsonst“ vom Feld genommen hat. Vom Design her sehe ich hier weniger Probleme, ich würde mir nur wünschen, dass NUR seine Stats zunehmen würden, nicht auch noch der Schaden, den er schießt – oder dass die Steigung geringer ausfällt (wobei sie zugegebenermaßen ja schon gering ist), z. B. 2, 3 und 4 Schaden.

Immerhin erfordert die Karte zumindest etwas mehr Skill – so habe ich es regelmäßig erlebt, dass mein Gegner Storm Bringer genau vor DIE Karte legt, die er eigentlich mit seinem Effekt loswerden könnte. Ebenfalls habe ich gesehen, wie Leute ihre Felder genau so „zu gelegt“ haben, dass Storm Bringer nur noch in eine Lane moven kann, in der er auch Vorteil erarbeitet. Da kann ich mich dann wenigstens darüber freuen, dass der Gegner offenbar gut ist.

Platz 4: Everflame Phoenix

Wenn meine Gegner Everflame Phoenix nicht IMMER am Ende des 2ten Cycles spielen würden, wäre die Karte super...Es wäre NICHTS mit Everflame Phoenix verkehrt, wenn sich meine Gegner die Stufe 2 Version nicht IMMER rein lucken würden, wenn sie gerade in ihrem letzten Zug im jeweiligen Cycle wären (was dann bedeutet, dass sie direkt im Anschluss einen Stufe 3 Phoenix haben). Zugegeben, andere „wenn wir rein mischen, passiert was“-Karten (Runegrove Guardian oder Avalanche Invoker) können ebenfalls sehr frustrierend sein und ich habe auch schon Spiele verloren, weil mein Gegner den Runegrove Guardian 3 x in Folge perfekt getroffen hat, aber trotzdem kommt in dieser Hinsicht NICHTS an den Phoenix heran.

Das liegt primär daran, dass man den 3er Phoenix nur selten direkt los wird, so dass sich der Gegner in gewisser Weise „aussuchen kann“, wann er denn seinen 3er Phoenix verliert. Dieses Event muss er dann „nur“ so timen, dass der 2er Phoenix am Ende des Cycles (bzw. einen Zug davor) auf dem Feld liegt. Und so schwer ist das nicht.
Insbesondere eben auch, weil der 2er Phoenix Verteidiger hat, so dass man oftmals „hard removal“ benötigt, um ihn rechtzeitig los zu werden. Sehr frustrierendes Erlebnis – wenn man keine guten Antworten im Deck hat, gewinnt der Phoenix relativ mühelos ganz allein das Spiel (weil er auch noch auf den Spieler direkt schießt).

Platz 5: Zimus, the Undying

Zimus sollte eher der 'unendlich nervige' heißen...KEINE Top X Liste, in der es um „problematische“ oder „unbeliebte“ Karten geht, wäre komplett, wenn in ihr nicht Zimus vorkommen würde. Immerhin führt er meine aber nicht an.

Wenn jemand nicht die Meinung vertritt, Zimus wäre die aktuell wohl stärkste Karte im Spiel, muss er schon mit einer wirklich guten Begründung ankommen, denn er stellt in meinen Augen den größten „I Win“ Button dar. Ich habe gleich mehrere Decks, in denen es oft nur darum geht, zu überleben, bis Zimus dann im End Game einen etwaigen Vorteil, den mein Gegner bis zu diesem Punkt herausschlagen konnte, im Alleingang egalisiert. Ich war schon 100 zu 20 Life hinten, habe Zimus gecastet (mein Gegner hatte auch einen 3er im Deck, diesen aber erst 3 oder 4 Züge später gezogen) und ich habe das Spiel dann letzten Endes wegen dieser Karte gewonnen.

Man kann nur wenig falsch machen, wenn man MIT Zimus spielt, man kann jedoch ganz viel verkehrt machen, wenn man GEGEN den Zombie-Soldaten antritt. Hier ist es von besonderer Bedeutung, dass man sich Gedanken macht, wann man die eigenen Kreaturen ausspielt. Häufig spielt man maximal eine VOR dem Combat und hebt sich die zweite dann für die Phase nach dem Combat auf, um sie entweder direkt vor oder eben insbesondere NICHT vor Zimus zu legen.

Eure Listen

Das war sie, meine Liste der 5 Karten, die mich bei SolForge zur Zeit am meisten frustrieren. Wie sieht eure Liste aus? Lasst es uns in einem Kommentar wissen!

Hinweis zu den verwendeten Bildern:

Die verwendeten Bilder stammen entweder aus dem SolForge Pressekit, das auf der offiziellen Seite kostenlos zur Verfügung gestellt wurde oder (Kartenscans) vom SolForge Wiki von Forgewatch (mit Dank an die Helfer OSweetMrMath und Orannis!).

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